Gefühle, Gefühle und noch mehr…

Wofür die emotionalen Autobahnen in meinem Gehirn Extrarunden drehen? Angst…. Adrenalin….Hilfe…Notausschaltung!

Jeder Mensch hat laut neueren Erkenntnissen 7 Grundemotionen. (Wer mehr dazu lesen will : http://memory-palace.de/artikel/7-Grundemotionen-Ekman.html)

1.) ANGST

körperliche Auswirkungen:

Erhöhte Herzfrequenz, Zittern, Magendarmsensibilität bis hin zum Diarrhoe, übermäßiges Schwitzen , Hautrötungen, flachere und schnellere Atmung bis hin zur Hyperventilation, Übelkeit uvm.

Typische Aussagen:

Ich habe Schiss. 
Ich mach mir in die Hose.
Mir wird mulmig (im Bauch). 
Mir wird gleich schlecht.

Doch warum ist Angst auch notwendig?

Die Grundangst ist ein natürlicher Lebensinstinkt! Wenn wir an den Steinzeitmenschen denken und an die damaligen Feinde, fällt uns der Säbelzahntiger ein.

Stellen Sie sich vor, Sie stehen in der Küche mit ihrer Familie und plötzlich steht ein Säbelzahntiger vor Ihnen. Egal wie sie reagieren- Ihr Instinkt alamiert Ihr Gehirn: OMG! Sofort Notstromaggregate anschalten! Adrenalin ausschütten so schnell als möglich! Alle Sinne schärfen! Achtung! Reagieren!!!

Durch die erhöhte Adrenalinausschüttung, wird dem Körper ermöglicht sofort zu reagieren: 3 Typen sind möglich!
-Flight
-Fight
-Freeze

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(Bildquelle: https://www.google.at/…/Wie-Stress-unser-Ueberleben-sichert…)

Flight als Reaktion bedeutet unserem natürlichen Instinkt zu flüchten nachzugehen.

Fight ist die angreifende,attackierende bzw. kämpfende Reaktion.

Freeze bedeutet so zu reagieren, dass man quasi erstarrt, in eine Art Schockstarre fällt, still steht und wie angewurzelt im Boden unbeweglich stehen bleibt.

Jeder von UNS regiert in verschiedenen Situationen nach einem dieser drei Grundsätze. Durch die evolutionäre Entwicklung unserer Emotionen haben wir gar keine Wahl. Wir reagieren zb. Mit Freeze, sobald wir in eine angstbesetzte Situation geraten. Doch was bedeutet das für unser weiteres Leben? Können wir die Angst auslöschen oder ist sie zu vermeiden sinnvoll?

Zurück zu Bsp. Freeze:
In der Steinzeit wären Sie einem Säbelzahntiger begegnet, sie erstarren, schütten Unmengen an Stresshormonen aus, der Tiger hätte Sie vermutlich gefressen, wäre Ihnen da nicht ein athletisch gebauter Typ zur Hilfe gekommen, dessen Reaktionsmuster mit “FIGHT FIGHT FIGHT! Einem anderen Menschen helfen, er ist in Gefahr! Er gehört zu meiner Sippe!” programmiert ist.

Fakt ist, Sie leben nicht mehr in der Steinzeit und doch gibt es Situationen in denen wir Angst verspüren.
Sie haben beispielsweise ihre letzte Prüfung nicht geschafft, lernen ununterbrochen dafür und treten wiederholt an. Zuerst bekommen Sie vl. etwas Angst, aber da Sie sonst alle anderen Prüfungen geschafft haben, sind sie überzeugt diese mit Links zu schaffen. Sie stellen sich der Angst und keinerlei Freeze-reaktion entwickelt sich, weil Sie diese Situation, schlussendlich als harmlos eingestuft haben.
Wären Sie aber nicht zum ersten Mal durch eine Prüfung gerasselt, würden Sie mehr Angst verspüren, sich fragen, ob Sie das wohl bewältigen können und ihr Unbewusstes, dass Sie nicht kontrollieren können, registriert bedrohliche Angst: “Ich kann das nicht schaffen. Ich muss aber. Ich habe vl. doch zu wenig gelernt…etc.”
Die Angst wird immer mehr, bis Sie an dem Punkt angelangt sind, wo Sie Ihrem Körper gegenüber komplett die Kontrolle verlieren. Er sagt Ihnen nun, dass ist mehr als bedrohlich, Notstromaggregate anschalten,Adrenalin, nur auf die wichtigsten Funktionen zurückgreifen.
Sie sind in dieser unangenehmen Situation!
Sie wollen vermutlich, dass es so schnell wie möglich aufhört. Sofern Sie diese Reaktion von sich kennen, werden sie Mechanismen und Wege ausprobiert haben, um sich Ihrer Angst zu stellen, wie Sie sich dieser Prüfung gestellt haben und Sie werden nach anfänglicher Notversorgung, ihre Angst abbauen können, Adrenalin sinkt wieder etwas und ihre Hirntätigkeit ist für die Prüfung wieder voll funktionsfähig.
Sie haben sich entschieden:” Ich habe zwar Angst, aber ich schaff das.”

Sie haben sich Ihrer Angst gestellt und aus dem Säbelzahntiger ist ein flauschiger Hund geworden.

 

Wie kann Ihnen nun die Psychotherapie bei Ängsten und Panik helfen?

Viele Ängste haben den Ursprung im Kleinkindalter, jedoch werden diese nicht immer bewusst wahrgenommen.

Sollten Sie eine KIP oder eine andere tiefenpsychologische Psychotherapie in Betracht ziehen, dann haben Sie sich entschlossen, sich mit Ihren inneren so wie nach außen sichtbaren Ängsten zu konfrontieren. 
Sie wollen wissen, wie man diese Ängste loswerden kann?

Der erste Schritt ist, Ihnen zu verdeutlichen, dass Angst eine Grundemotion ist und wir ohne diese nicht leben können. Vermutlich haben Sie aber Ängste, die für Sie unerträglich sind.
Daher wenden wir uns in der Therapie diesen zu, erforschen aus welcher untersten Schublade diese Ängste Ihnen Mitteilungen machen.

WIR MACHEN UNS SPRICHWÖRTLICH AUF DIE SUCHE NACH DEN GEISTERN IN UNSERER SEELE.

Ich verwende gerne die Metapher Schublade, da Sie sich das Unbewusste so vorstellen können, wie eine Kommode mit mehreren Schubladen. Die Obersten sind Ihnen bewusst, Sie beinhalten alle ihre Eigenschaften, Vorstellungen, Gelerntes etc. Die Mittleren sind Ihnen teilweise bewusst, Sie zu erkennen ist mitunter leichter.
Die Untersten sind Ihnen unbewusst, wie zB. ein Blick mit dem Sie immer wieder Ihren Partner oder Ihr Kind ansehen. (Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=OTwbdDKUT9w) Ist dieser Blick beispielsweise durchbohrend oder macht anderen sogar Angst, dann werden Sie von Mitmenschen darauf aufmerksam gemacht.
Genauso ist das mit unseren Ängsten. Wir wissen zwar, dass wir sie fühlen, doch den Ursprung gilt es zu erforschen.

Im therapeutischen Prozess werden Sie fündig und entwickeln dann eine für Sie passende Methode, um mit dieser Angst besser umgehen zu lernen. Im besten Fall entwickelt sich die Angst zu einer unbedrohlichen Form und die körperlichen Symptome reduzieren sich bzw. bauen sich nicht mehr auf.

Je mehr Klarheit Sie über den Ursprung Ihrer Ängste in Erfahrung bringen, umso leichter ertappen sie die Geister Ihres Unbewussten und machen diese somit bewusst. Einmal im Bewusstsein sind sie mit der Realität konfrontiert und diese Geister werden wie der Säbelzahntiger zu einer vertrauten und klar sichtbaren Form, die keine bedrohliche Angst in Ihnen auslöst.